Stift Göß, Benediktinerkloster in Leoben, Österreich
Göss Abbey ist ein Benediktinerinnenkloster in Leoben mit einer Kirche im späten Gotikstil, unter deren Chorbereich eine frühjahrromanische Krypta liegt. Das Klostergelände erstreckt sich über mehrere historische Gebäude, die den typischen Aufbau einer mittelalterlichen Anlage zeigen.
Das Kloster wurde 1004 von Adula von Leoben und ihrem Sohn gegründet und erhielt 1020 von Heinrich IV. den Status einer Reichsabtei. Diese frühe kaiserliche Anerkennung machte es zu einer der bedeutendsten religiösen Institutionen der Region.
Das Kloster war ein Zentrum für die Ausbildung von Töchtern aus der steirischen Adelsfamilien nach benediktinischen Grundsätzen. Die Frauen prägten dort das klösterliche Leben und die Gemeinschaft über Jahrhunderte hinweg.
Die ehemaligen Klostergebäude beherbergen heute die Brauerei Göß, während die Kirche weiterhin als Pfarrkirche zugänglich ist. Besucher können die religiöse Stätte betreten und auch einen Blick auf das aktive Brauereigelände werfen.
Im Klostermuseum wird ein besonderer Sarg aus dem Jahr 1784 ausgestellt, der einen Mechanismus mit öffnungsbodem hatte und mehrfach benutzbar war. Diese Vorrichtung wurde während einer Zeit entwickelt, als finanzielle Reformen die Bestattungspraktiken veränderten.
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