Schloss Stainz, Gotisches und barockes Schloss in Stainz, Österreich
Schloss Stainz ist ein ehemaliges Augustiner-Chorherrenstift auf einem Hügel über Stainz, das zum Barockschloss umgebaut wurde. Die Kirche, 1605–1629 unter Propst Jakob Rosolenz vergrößert, bewahrt mittelalterliche Reste in den Türmen und im Westtrakt, einen 1695 geweihten zweistöckigen Hochaltar sowie Stuck- und Freskendekoration nach 1680. Der Haupteingang wurde an die Ostseite zum Innenhof verlegt; zwischen den Türmen blieb eine schmucklose Apsis ohne Fenster.
1229 erlaubte Leutold I. von Wildon Augustiner-Chorherren aus Seckau, sich mit einer kleinen Kirche und einem Kloster am Schlossberg niederzulassen. Propst Jakob Rosolenz reorganisierte den Konvent und ließ die vernachlässigte Kirche 1605–1629 vergrößern. Kaiser Joseph II. hob das Stift 1785 auf; 1840 kaufte Erzherzog Johann die Anlage für 40.000 Gulden als Jagdschloss, das an seine Nachkommen, die Grafen von Meran, überging.
Die beiden Joanneum-Sammlungen wurden 2006 und 2009 eröffnet. Das Steirische Jagdmuseum verbindet historische Waffen und Präparate mit moderner Technik, um Jagd als gesellschaftliche und ethische Praxis zu behandeln; das Landwirtschaftsmuseum zeigt bäuerliches Arbeitsgerät und Hausrat aus der Steiermark von der Steinzeit bis heute.
Der Schlosshof, der Schlosskeller, die Arkaden und die Schlossterrasse werden für private Veranstaltungen vermietet, während die Museen andere Teile des Gebäudes nutzen. Beide Sammlungen des Joanneum sind im Inneren untergebracht, für Jagd- und Landwirtschaftsmuseum sollte man daher Zeit einplanen. Die Anlage liegt in Stainz, die ehemalige Stiftskirche schließt direkt an.
Im ehemaligen Speisesaal der Mönche befinden sich vier gut erhaltene historische Fresken des Künstlers Mathias Echter. Ein verborgenes Merkmal ist die innere Wendeltreppenverbindung, die diesen Raum direkt mit einem historischen Weinkeller darunter verbindet.
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