Brentenjoch, Berggipfel in den Tannheimer Bergen, Tirol, Österreich.
Der Brentenjoch ist ein 2000 m ü. A. hoher Berg in den Tannheimer Bergen der Allgäuer Alpen; Hauptgipfel und Hauptaufbau liegen in Tirol. Ein Nordost-Grat verbindet ihn mit einem 1963 m hohen namenlosen Nebengipfel und der Bergschulter Rossberg mit einer 1945 m hohen Kammerhebung. Westlich liegt der Aggenstein (1985 m), über die Einschartung zwischen beiden verläuft die Grenze zu Deutschland.
Der Berg hatte ursprunglich den Namen Roßberg, bis er 1561 in offiziellen Tannheimer Dokumenten erstmals als Brentenjoch bezeichnet wurde. Dieser Namenswechsel zeigt die lange Geschichte der Besiedlung und Erforschung dieser Gebirgsgegend.
Die Bad Kissinger Hütte oben am Berg ist ein Treffpunkt für Wanderer, wo man Getränke bekommt und sich ausruhen kann. Viele nutzen diesen Ort als Ausgangspunkt für ihre Route über die Berge.
Die Anstiege beginnen in den Gräner Ortsteilen Enge und Lumberg sowie in Vils; von Enge führt ein Forstweg ins Seebachtal, weiter zur Sebenalm und hinauf zum Vilser Jöchl (1718 m), dann durch Bergkiefernwald zur freien Südflanke und über den flachen Südgrat zum Gipfel. Ein Fahrweg führt von Vils hinauf zur Vilser Alm (1228 m) und setzt sich bis zur Durchachalm fort, von der ebenfalls ein Wanderweg zum Vilser Jöchl führt. Der Tannheimer Höhenweg verbindet die Bad Kissinger Hütte (1792 m) über den Westgrat mit dem Brentenjoch; der Rossberg wird über einen teils ausgesetzten Grat erreicht, der Trittsicherheit und elementare Kletterkenntnisse verlangt.
Der Name Brentjoch bezeichnete ursprünglich nur eine Verebnungszone in der Südflanke; Roßberg war der ältere Name für den ganzen Berg und ist für 1561 in einer Tannheimer Urkunde belegt. Der Name könnte von Brandrodungen im Latschenwald stammen.
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