Palais Rothschild, Stadtpalais in der Heugasse, Wien, Österreich.
Der Palais Rothschild ist ein Stadtpalast im Jugendstil mit drei Geschossen, die um einen zentralen Hof mit Eisenzaun angeordnet sind. Die Innenausstattung umfasst Marmortreppenhäuser, bemalte Decken berühmter Künstler und Parketfußböden aus seltenen Holzarten.
Der Palast entstand als Wohngebäude der Familie Rothschild, einem der einflussreichsten Finanzunternehmen Europas. Nach der Besetzung durch die Nazis 1938 wurde das Gebäude enteignet und als Zwangsauswanderungszentrum für Juden missbraucht.
Der Palast war ein Ort der Wiener Gesellschaft, wo Musikdarbietungen und Kunstsammlungen Besucher anzogen. Die Familie nutzte die Räume für private Konzerte und als Ausstellungsort für ihre wertvollen Besitztümer.
Die Räume können teilweise besichtigt werden, wobei einige Bereiche restriktiv zugänglich sind. Die beste Zeit für einen Besuch ist tagsüber, um die Details der künstlerischen Ausstattung vollständig würdigen zu können.
Das Gebäude beherbergte zwei Orchestrions, mechanische Musikinstrumente, die während Gesellschaftsfesten ein ganzes Orchester ersetzen konnten. Diese aufwendigen Maschinen waren ein Zeichen der Innovationskraft und des Wohlstands der Familie.
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