Acherkogel, Berggipfel in Tirol, Österreich
Der Acherkogel ist ein Berggipfel in den Stubaier Alpen mit einer Höhe von 3007 Metern und markanten Felswänden an der Nordwest- und Südwestseite. Die Spitze wird aus granitigem Gneis gebildet und bietet Ausblicke über die umliegenden Alpengipfel.
Ludwig Purtscheller gelangte am 24. August 1881 über den Südost- und Südgrat erstmals auf den Gipfel; diese Route wird heute nicht mehr begangen. Sein Begleiter, der Gamsjäger Franz Schnaiter aus Kühtai, blieb an einer ausgesetzten Wandstufe am Südgrat zurück und erreichte den Gipfel nicht. Oben fand Purtscheller ein Vermessungsmännchen aus Stein, vermutlich aus der Zeit des Franziszeischen Katasters um 1854.
Der Berg dient als geografischer Orientierungspunkt für die Bewohner des Ötztals und markiert den Beginn von Frühling und Herbst.
Die Nordflanke, 1893 erstmals von Otto Melzer begangen, gilt heute als Normalweg und wird meist von der Neuen Bielefelder Hütte aus angegangen. Der Nordostgrat (UIAA IV, K. Holzhammer, 1924) führt von der Scharte zwischen Acherkogel und Maningkogel zum Gipfel, oft mit Überschreitung des Maningkogels vom Mittertal und Ausgangspunkt Kühtai oder Mittergrathütten. Der Südgrat (UIAA II, 1899) wird meist von der Dortmunder Hütte aus begangen, die Südwestflanke (UIAA II, 1891) galt früher als Normalweg und wird heute selten begangen.
Von Sautens aus zeigt die Spitze den kalendarischen Frühjahrs- und Herbstbeginn an: An diesen Tagen geht die Sonne genau hinter dem Gipfel auf, in einem Korridor von nicht ganz 100 Metern. Ursache sind Beugungserscheinungen des Lichts an diesem Felsmonument.
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