Schloss Ehrenhausen, Denkmalgeschütztes Schloss in Ehrenhausen an der Weinstraße, Österreich.
Schloss Ehrenhausen ist ein denkmalgeschütztes Schloss in der Gemeinde Ehrenhausen an der Weinstraße in der südlichen Steiermark, Österreich. Das Gebäudeensemble zeigt neogotische Architektur mit sorgfältig bearbeitetem Steinwerk und mehreren miteinander verbundenen Baukörpern auf einem erhöhten Geländeabschnitt.
Schloss Ehrenhausen wird erstmals am 27. August 1240 urkundlich erwähnt, als Herzog Friedrich II. eine Schenkung Heinrichs von Grafenstein an das Stift Seckau in „Ernhus“ bestätigte. Von 1543 bis 1755 war es im Besitz der Familie Eggenberg, die es zu einem Renaissanceschloss ausbaute und die Befestigungen gegen die Türkengefahr verstärkte. Nach dem Erlöschen der Ehrenhausener Linie 1646 ging es an die Grazer Linie über; 1904 erwarb Theodor Kohn, resignierter Fürsterzbischof von Olmütz, das Schloss und lebte dort bis 1915.
Der Name Ehrenhausen verweist auf eine alte Herrenschaft, und das Schloss steht noch heute als sichtbares Zeichen dieser Vergangenheit im Ortsbild. Bei Veranstaltungen auf dem Gelände treffen Weinkultur und historische Architektur aufeinander, was dem Ort eine besondere Stellung im südsteirischen Weinland gibt.
Das Schloss liegt inmitten von Weinbergen und ist von Wegen umgeben, die sich gut zu Fuß erkunden lassen. Da das Gelände hügelig ist, empfiehlt es sich, festes Schuhwerk zu tragen, wenn man die Umgebung weitläufig erkunden möchte.
Der Bergfried stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist der älteste Teil der Anlage, älter als die erste urkundliche Erwähnung von 1240 in einer Urkunde Herzog Friedrichs II. Der unregelmäßige, dreigeschoßige Vierflügelbau umschließt einen Arkadenhof. Theodor Kohn, resignierter Fürsterzbischof von Olmütz, lebte hier ab 1904 bis zu seinem Tod 1915 und wurde im benachbarten Mausoleum bestattet.
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