Schloss Mattighofen, Mittelalterliches Schloss in Mattighofen, Österreich
Schloss Mattighofen ist ein zweistöckiges quadratisches Gebäude mit schlichten Fassaden, das sich am Stadtplatz 1 im Herzen von Mattighofen befindet. Das Innere beherbergt die Stadtverwaltung im ersten Geschoss und ein Restaurant im westlichen Flügel, die dem Gebäude noch immer Bedeutung geben.
Mattighofen wurde 788 als Matagao erstmals urkundlich erwähnt, an der Stelle eines agilolfingischen Herzogshofs, den die Karolinger übernahmen. 1007 schenkte König Heinrich II. die Burg mit dem gesamten Mattiggau dem Bistum Bamberg, dessen Pfleger dort saßen. Ab 1517 besaßen die Grafen von Ortenburg die Herrschaft; Christophs Sohn Joachim ließ den Bau 1551 in ein Renaissanceschloss mit vier Ecktürmen umgestalten und richtete eine Brauerei ein. 1602 verkauften die Ortenburger Schloss und Herrschaft für 102.000 Gulden an die bayerischen Herzöge.
Der Name Mattighofen geht auf die urkundliche Form Matagao von 788 zurück. Seit 17. Juni 2013 befindet sich im ersten Stockwerk das Stadtamt Mattighofen, und 2012 war das Schloss einer von drei Schauplätzen der bayerisch-oberösterreichischen Landesausstellung „Verbündet – verfeindet – verschwägert“. In der Einfahrt zeigt das Bruchstück eines römischen Grabsteines aus dem 2. Jahrhundert einen Opferdiener mit Weihrauchkästchen und einen trauernden Genius.
Der Zugang zur Anlage ist von der zentralen Lage am Stadtplatz aus leicht zu finden, da das Gebäude das Stadtzentrum dominiert. Besucher können das Restaurant im westlichen Flügel nutzen, um das Innere und die aktuelle Nutzung des Schlosses zu erleben.
In einer Nische der Einfahrt ist das Bruchstück eines römischen Grabsteines aus dem 2. Jahrhundert eingemauert, das einen Opferdiener mit Weihrauchkästchen und einen trauernden Genius zeigt. An der rechten Einfahrt erhalten ist ein gemauerter Türstock mit dem Doppelwappen der Ortenburg-Fugger, der einst den Zugang zum inneren Dachboden bildete.
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