Gasometer, Einkaufs- und Unterhaltungskomplex im Bezirk Simmering, Wien, Österreich.
Der Gasometer ist ein Einkaufs- und Kulturzentrum in Wiens Bezirk Simmering, das aus vier Ziegeltürmen besteht, die zwischen 1896 und 1899 als Gasspeicher für die Stadt errichtet wurden. Vier Architektinnen und Architekten verwandelten die 70 Meter hohen Bauwerke Ende der 1990er Jahre in ein modernes Komplexgebilde mit Wohnungen, Büros, Geschäften, Restaurants und Veranstaltungshallen, wobei die originalen Außenmauern erhalten blieben.
Die Türme wurden zwischen 1896 und 1899 errichtet und speicherten bis 1984 Stadtgas für Haushalte und Straßenlaternen Wiens. Nach der Schließung des Gaswerks wurden die Bauwerke Ende der 1990er Jahre von vier verschiedenen Architekten in ein gemischtes Wohn- und Handelszentrum umgewandelt.
Diese vier früheren Gasspeicher prägen bis heute das Stadtbild von Simmering und erinnern an Wiens Wandel vom Industriestandort zur modernen Metropole. Besucher sehen, wie die alten Ziegelmauern Büros, Wohnungen und Geschäfte beherbergen und so industrielle Vergangenheit mit gegenwärtigem Leben verbinden.
Das Gelände ist täglich zugänglich und bietet über 30 Geschäfte, ein Kino, Restaurants und Veranstaltungshallen zum Erkunden. Die U3-Metrolinie hält direkt an der Station Gasometer und ermöglicht einfachen Zugang zum Komplex sowie zu anderen Teilen Wiens.
Bei Renovierungsarbeiten in den 1990er Jahren fanden die Bauteams mehrere Zentimeter dicke Kohlestaubablagerungen an den Innenwänden, Überreste aus 85 Jahren Gasproduktion, die aufwändig entfernt werden mussten. Jede der vier Wieße wurde von einem anderen Architekten gestaltet – Jean Nouvel für Wohnungen, Coop Himmelb(l)au für Studentenunterkünfte, Manfred Wehdorn für Büros und Wilhelm Holzbauer für die Veranstaltungshalle.
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