Palais Ehrbar, Palast und Konzertsaal in Wieden, Österreich
Der Palais Ehrbar ist ein Wohn- und Konzertgebäude im vierten Wiener Bezirk mit einer Fassade im Neorenaissance-Stil, die sich durch rundbogige Fenster, Pilaster mit korinthischen Kapitellen und dekorative Muschelornamente auszeichnet. Im Inneren befindet sich eine zweistöckige Konzerthalle mit ursprünglichen architektonischen Elementen, ergänzt durch Musikübungsräume.
Der Palais wurde 1876 bis 1877 von Architekt Josef Weninger für den Musikunternehmer Friedrich Ehrbar errichtet und erhielt eine Konzerthalle des Spezialisten Julius Schrittwieser. Nach Jahrzehnten als Musikschule und Kulturort wurde das Gebäude 2021 vom Klavierhersteller C. Bechstein übernommen und grundlegend renoviert.
Der Name Ehrbar verweist auf Friedrich Ehrbar, einen Wiener Musikunternehmer des 19. Jahrhunderts, und die Räume zeugen noch heute von dieser Verbindung zur Musikwelt. Besucher finden hier Spuren jener Zeit, in der Konzerte und Musikunterricht das tägliche Leben des Hauses prägten.
Das Gebäude befindet sich in der Mühlgasse 28 im vierten Wiener Bezirk und kann von außen besichtigt werden, um seine architektonischen Merkmale zu bewundern. Musikübungsräume werden über das MusikQuartier-Programm zur Miete angeboten, daher lohnt sich eine vorherige Recherche für detaillierte Informationen zum Zugang.
Das Haus ist eng mit dem Wirken großer Komponisten verbunden: Johannes Brahms, Anton Bruckner, Gustav Mahler und Arnold Schönberg haben hier musiziert und unterrichtet. Diese Konzerte und Lektionen hinterließen Spuren in der österreichischen Musikgeschichte, die bis heute in den Räumen nachwirken.
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