Schloss Söllheim, Barockschloss in Hallwang, Österreich
Schloss Söllheim ist ein rechteckiger Barockbau mit Sockelgeschoss und zwei Obergeschossen unter einem Mansarddach, der zwischen 1689 und 1702 aus einem mittelalterlichen Turm umgebaut wurde. Die Fenster haben Ohrenfaschen und Schlusssteine, einige sind als Blindfenster für die Symmetrie ausgeführt, innen sind Stuckdecken erhalten. Daneben steht die ovale Antoniuskapelle mit Kuppel.
Das Schloss wurde zwischen 1689 und 1702 für Johann Kaufmann, einen Kaufmann aus Meran, an der Stelle einer mittelalterlichen Wehranlage errichtet. 1694 verlieh Kaiser Leopold I. Johann und seinem Bruder Dominikus Kaufmann einen erblichen Adelstitel mit dem Prädikat von Saalheimb. 1832 ging der Besitz an Franz Schwarzacher, kam danach zur Versteigerung und wurde von Georg Weikl erworben.
Die Antonius-Kapelle neben dem Schloss zog seit ihrer Entstehung Besucher an, die hier um Hilfe und Segen beteten. Die Kapelle prägt bis heute das religiöse Leben vor Ort und bleibt ein Ort, wo Menschen ihre persönlichen Anliegen mitbringen.
Das Schloss liegt im Süden der Gemeinde Hallwang, östlich der West Autobahn, und befindet sich weiterhin in Privatbesitz der Familie Gruchmann. Es ist als Denkmal mit der Nummer 24510 geschützt. Die Kapelle und die Statue stehen unmittelbar neben dem Schloss.
Am Rand des Kiesplatzes steht ein mächtiger Wappenstein aus Untersberger Marmor, der vom 1704 erbauten Ravellintor stammt; dieses wurde 1894 abgebrochen. Der Wappenschild bezieht sich auf den Fürsterzbischof Johann Ernst von Thun und Hohenstein, der von 1687 bis 1709 regierte.
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