Peršmanhof, Historisches Museum in Bad Eisenkappel, Österreich.
Der Peršmanhof in Bad Eisenkappel ist ein Bauernhof, in dessen wiedererrichtetem Wohnhaus seit 1982 ein vom Verband der Kärntner Partisanen eingerichtetes Museum an Geschichte und Widerstand der Kärntner Slowenen unter dem Nationalsozialismus erinnert. Vor dem Haus steht die wieder zusammengeschweißte Figurengruppe des antifaschistischen Denkmals, die hier am 14. August 1983 erneut enthüllt wurde.
Ab 1942 war der von der Familie Sadovnik bewirtschaftete Peršmanhof ein Stützpunkt kärntner Partisanen; Ende April 1945 hielten sich etwa 150 dort auf. Am 25. April 1945 stürmte eine 70-köpfige Einheit des SS-Polizeiregiments 13 den Hof nach einer privaten Anzeige wegen Viehdiebstahls. Vier Erwachsene und sieben Kinder der Familien Sadovnik und Kogoj wurden ermordet, die Gebäude niedergebrannt. Die Ermittlungen von 1946 wegen Kriegsverbrechen führten zu keiner Anklage.
Die Ausstellung zeigt Fotografien, Dokumente und persönliche Gegenstände, die von der Lebenswirklichkeit der Kärntner Slowenen im 20. Jahrhundert berichten. Die Besucher sehen handwerkliche Gegenstände und Alltagsobjekte, die zeigen, wie Menschen hier früher lebten und arbeiteten.
Das Museum ist von Mai bis Oktober an Wochenenden für Besucher geöffnet und bietet Zeit zum Durchschauen der Ausstellungen. Es ist empfehlenswert, sich vorher zu informieren, da die Öffnungszeiten begrenzt sind.
Die Bronzefigurengruppe des Denkmals wurde 1953 an ihrem ursprünglichen Standort in Völkermarkt gesprengt und 1983 für den Peršmanhof wieder zusammengeschweißt. Auf der Rückseite sind die Schweißspuren bis heute sichtbar, und die Figur, die einst mit offener Hand zum Mitgehen aufforderte, hält nun eine Handgranate.
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