Palais Czernin-Althan, Barockpalais im Bezirk Wieden, Wien, Österreich.
Der Palais Czernin-Althan war ein barocker Palast im Wieden-Viertel mit einem achteckigen Mittelteil, zwei seitlichen Treppen zur Terrasse und einfachen Seitenflügeln mit Giebeldächern. Der Bau zeigte die typische Architektur des frühen 18. Jahrhunderts mit klarer Grundrissgestaltung und symmetrischer Anordnung.
Der Bau wurde 1697 von Graf Thomas Zacharias Czernin begonnen und nach seinem Tod 1700 von Graf Michael Johann von Althan 1716 erworben. Unter der Familie Althan entwickelte sich der Palast zu einem Zentrum des gesellschaftlichen Lebens, bevor er später seine Bestimmung änderte.
Maria Anna von Althan nutzte den Palast für glanzvolle Empfänge, die Mitglieder der Hochadelsfamilien und kaiserliche Gäste anzogen. Diese Feste waren wichtige Treffpunkte der Wiener Gesellschaft und prägten das soziale Leben des Viertels.
Das Gebäude befand sich im Wieden-Viertel, einem zentralen Stadtteil mit guter Erreichbarkeit durch öffentliche Verkehrsmittel. Der Palast wurde später als Möbelfabrik und danach als Krankenhaus genutzt, bis er in der Nachkriegszeit abgerissen wurde.
Das Anwesen wurde nach dem Zweiten Weltkrieg abgerissen und machte Platz für den Bertha-von-Suttner-Hof, eine Wohnsiedlung, die das Straßenbild des Viertels vollständig veränderte. An dem Ort, wo einst Aristokraten feierten, entstanden nun Wohnungen für gewöhnliche Familien.
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