Schloss Karlstein, Mittelalterliche Burg in Karlstein an der Thaya, Österreich.
Burg Karlstein ist eine gotische Burg, die hoch auf einer Felsklippe über der Thaya thront und Bauelemente aus dem 14. und 15. Jahrhundert zeigt. Das Gebäude besteht aus mehreren Bauteilen, die sich an den Hang schmiegen und das Flusstal dominieren.
Karlstein wird 1112 als Chadelstain erstmals erwähnt und gehörte als Lehensburg dem jeweiligen Landesfürsten. Unter den Puchheim wurde es ab 1576 kurz ein Zentrum der Reformation. Da keine Familie es dauerhaft besaß, wurde laufend umgebaut; von der ursprünglichen Burg ist praktisch nichts erhalten, die Kapelle stammt aus dem 16. Jahrhundert. Ab 1880 beherbergte es auch eine Uhrenfabrik und diente zeitweilig als Gefängnis.
Der Name Karlstein geht auf die mittelalterliche Form Chadelstain zurück, die 1112 erstmals erwähnt wird. Unter den Puchheim wurde die Burg ab 1576 kurzzeitig ein Zentrum der Reformation; die erhaltene Burgkapelle stammt aus dem 16. Jahrhundert. Später diente sie ab 1880 als Uhrenfabrik und als Gefängnis, nach 1919 wurden Béla Kun und rund 40 Vertreter der Ungarischen Räterepublik hier festgehalten.
Die Burg befindet sich in Privatbesitz und Besuche müssen vorher mit den lokalen Tourismusstellen arrangiert werden. Es lohnt sich, die Auskunft im Ort zu kontaktieren, um mögliche Führungen oder Zugänge zu erfragen.
Ab 1880 beherbergte das Schloss eine Uhrenfabrik, nicht eine Werkstatt des 18. Jahrhunderts. Später dienten die Räume als Jugendherberge, in den 1960er Jahren als Pensionsbetrieb. 1914 wurde hier trotz Unbewohnbarkeit ein Internierungslager eingerichtet, in dem der montenegrinische Generalstab festgehalten wurde. Danach wurden rund 40 Vertreter der Ungarischen Räterepublik, darunter Béla Kun und Jenő Landler, auf Schloss Karlstein zusammengezogen.
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