Heilandskirche, Protestantische Kirche in Krems, Österreich
Die Heilandskirche steht am südwestlichen Ende des Kremser Stadtparks und wurde 1912 nach einem Frühwerk Otto Bartnings errichtet. Der Zentralbau mit leicht geschwungener Kuppel und Dachreiter bricht mit dem damals üblichen Bautypus. Im achteckigen Innenraum finden sich glatte Säulenschäfte mit dorischen Kapiteln, Andeutungen von Triglyphen im Gebälk sowie rund- und segmentbogige Fenster.
Der Bau begann 1912 für die neue protestantische Gemeinde, die 1905 gegründet wurde, nachdem die Religionsfreiheit gewährt worden war. Das Projekt wurde vom deutschen Architekten Otto Bartning entworfen, der diesen modernen Ansatz in seinen frühen Werken erkundete.
Ihren Namen Heilandskirche trägt die Kirche nach Christus, dem Heiland, nicht nach einem Heiligen. Die Pfarrgemeinde wurde 1905 gegründet; zu ihren Pfarrern zählen Roswitha Petz (1996–2020) und seit 2020 Jörg Kreil. Von 1895 bis zur Weihe 1913 fanden die Gottesdienste in der ehemaligen Andreaskapelle statt.
Besucher sollten wissen, dass der Innenraum durch die achteckige Form und die hohen Fenster sehr hell und offen wirkt. Eine Orgel von 1974 prägt den Raum, und die Akustik ist besonders gut, was regelmäßig für Konzerte und Gottesdienste genutzt wird.
Die achteckige Grundrissform sorgt für außergewöhnliche Akustik, die sich deutlich von traditionellen Kirchengebäuden unterscheidet. Diese Form war damals experimentell und zeigt Bartnings Interesse an neuen Wegen, religiöse Räume zu gestalten.
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