Burg Fernstein, Mittelalterliche Burgruine in Nassereith, Österreich
Schloss Fernstein ist eine Burgruine in Nassereith, die auf einem Felsvorsprung über der Fernpassstraße liegt. Die Reste zeigen einen rechteckigen Wohnturm und verschiedene Gebäudespuren, die auf einem steilen Berg in etwa 1.200 Metern Höhe stehen.
Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1288 unter Rudeger von Verrenstein, und die Burg fungierte als Zollstation in den Jahren nach 1308. Die Position an diesem Bergpass machte die Anlage strategisch wichtig für die Kontrolle von Handelsrouten.
Der Radweg Via Claudia Augusta führt direkt durch die Burganlage, vorbei am Klausengebäude, wo die 1543 aus dem Felsen gehauene Straße noch heute das Erdgeschoß durchzieht. Die Kapelle beim Niederhaus wurde 1478 vollendet. Seit 1960 ist die Anlage im Besitz der Gastwirtsfamilie Köhle, die das Schlosshotel Fernsteinsee betreibt.
Die Ruine liegt etwa 6 Kilometer nördlich von Nassereith an der Straße von Imst nach Reutte und ist von der Landstraße aus sichtbar. Der Ort befindet sich auf einem steilen Berg, daher ist ein Besuch am besten zu Fuß von der Straße aus möglich.
1552 fiel Kurfürst Moritz von Sachsen in Tirol ein und wurde bei Fernstein 36 Stunden aufgehalten, wodurch angeblich Kaiser Karl V. entkommen konnte. Schäden an Fenstern, Öfen und Dachung sind in den Rechnungen des Zöllners Martin Thanhamer vermerkt. Der Radweg Via Claudia Augusta führt heute mitten durch die Burg.
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