Pfarrkirche Gersthof, römisch-katholische Pfarrkirche in Währing, Wien, Österreich
Die Gersthofer Pfarrkirche ist ein freistehender neugotischer Sichtziegelbau am Bischof-Faber-Platz in Gersthof, entworfen von Richard Jordan und ab 1887 unter Hofbaumeister Josef Schmalzhofer ausgeführt. Sie ist eine symmetrische Hallenkirche: quadratischer Turm an der Südfassade mit dem Hauptportal, mehreckiger Chor im Norden, Hauptschiff mit zwei niedrigeren Seitenschiffen. Im Westen liegt die Sakristei, im Osten die Osterkapelle.
Die 1784 unter den Reformen Josephs II. gegründete Pfarre nutzte zunächst die Johannes-Nepomuk-Kapelle. Als diese zu klein wurde, gründete Pfarrer Ignaz Winkelmayer 1885 einen Kirchenbauverein; 1887 begann der Bau auf dem aufgelassenen zweiten Gersthofer Friedhof, den der Industrielle Albert Dub gestiftet hatte. Geweiht wurde die Kirche am 15. November 1891, dem Leopolditag; 1899 gingen die Pfarrrechte auf sie über.
Die Kirche ist dem heiligen Leopold geweiht; sein Festtag am 15. November wurde 1891 für die Weihe gewählt. Die Pfarre besitzt eine Weihnachtskrippe, die Ende des 19. Jahrhunderts von Grödner Bildhauern geschnitzt und 1994 neu gefasst wurde. Im Inneren steht eine Plastik der heiligen Cäcilia von Rom von Ferdinand Stuflesser.
Der Ort liegt an der Bischof-Faber-Platz 7 in Wien und ist leicht zugänglich für Besucher, die sich Zeit für einen Besuch nehmen möchten. Es ist hilfreich, sich telefonisch zu informieren, bevor man kommt, um sicherzustellen, dass die Kirche für Besichtigungen offen ist.
Die Orgel der Kirche, 1933 von Dreher & Flamm gebaut, hat 22 Register. Weniger bekannt ist, dass Richard Jordans Zeichnungen für diese Kirche und die Redemptoristenkirche 1900 auf der Pariser Weltausstellung gezeigt wurden – eine Gersthofer Pfarrkirche auf einer Weltausstellung.
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