Schloss Eberstein, Mittelalterliche Burg in Eberstein, Österreich.
Schloss Eberstein steht auf einem steil aufragenden Felsen über dem Görtschitztal in Kärnten. Die untere Burg, um einen Innenhof gruppiert, wurde 1851 und 1868 unter Graf Alfred Christian Carl Christalnigg in historisierenden, neugotischen Formen umgebaut. Sie zeigt Treppengiebel, Zinnenbekrönung und erkerartig angesetzte Türmchen. An der Südseite ist die 1252 erstmals urkundlich erwähnte Kirche St. Georg angebaut.
Die ursprüngliche Burg Eberstein, 1078 erstmals erwähnt, lag höher am Berg bei Gutschen und galt im 17. Jahrhundert bereits als verfallen; ihre Reste fielen Mitte des 20. Jahrhunderts einem Dolomitwerk zum Opfer. Die untere Burg, das heutige Schloss, war im 14. Jahrhundert im Besitz Görzer Ministerialen, ging 1457 an Moritz Welzer über und wurde unter den Welzern in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts ausgebaut. Nach der Auswanderung der protestantischen Welzer in der Gegenreformation kam die Herrschaft 1630 an die Grafen Christalnigg, die das Schloss 1851 und 1868 unter Graf Alfred Christian Carl Christalnigg in neugotischen Formen umbauen ließen.
Die an der Südseite angebaute Kirche St. Georg wurde 1252 erstmals urkundlich erwähnt und war lange Pfarrkirche. Die Fenster tragen Glasmalerei aus dem 19. Jahrhundert; ein freigelegtes Wandfresko stellt das Neue Testament dem Alten gegenüber, seine deutschen Inschriften weisen auf die Reformationszeit. Die Brüstung der Empore ist mit Apostelbrustbildern bemalt.
Das Schloss steht auf einem steil aufragenden Felsen über dem Görtschitztal und wird zu Fuß erreicht; die einstige obere Burg am Gutschen fiel dem Dolomitwerk zum Opfer, erhalten ist die untere Burg. Die südseitig angefügte Kirche St. Georg, 1252 erstmals urkundlich erwähnt, birgt einen Hochaltar des 19. Jahrhunderts mit dem hl. Georg im Zentrum und eine Emporenbrüstung mit Apostelbrustbildern.
Die obere Burg, 1078 erstmals erwähnt, galt im 17. Jahrhundert bereits als verfallen; ihre bis Mitte des 20. Jahrhunderts sichtbaren Reste fielen dem Dolomitwerk zum Opfer. Der Name Eberstein ging auf die untere Burg und die Gemeinde über.
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