Eichkogel, Naturschutzgebiet Gipfel in Mödling, Österreich.
Der Eichkogel ist ein 367 Meter hoher Hügel südlich von Mödling in Niederösterreich, seit 1960 unter Schutz und 1991 erweitert. Seine Kegelform entstand aus zwei im Jungtertiär gebildeten Süßwasserkalkplatten, die die darunterliegenden tonhaltigen Sande vor Abtragung bewahrten. Die Südseite tragen aufgeforstete Schwarzföhren und ein Flaumeichen-Steppenwald, die Nordseite eine üppige Saumgesellschaft mit Alant und blutrotem Storchschnabel.
Der Berg entstand durch Ablagerungen über Tausende von Jahren, was eine spezielle Bodenart schuf. Diese Böden ermöglichen es seltenen Tier- und Pflanzenarten, hier zu überleben und sich zu vermehren.
Der Berg wird wegen seiner besonderen Lebensräume von Naturforschern geschätzt, die hier die Pflanzen- und Tierarten studieren. Für Besucher bietet der Ort einen Eindruck davon, wie unterschiedlich Natur sein kann - von trockenen Wiesen bis zu dichten Strauchbereichen.
Der Berg ist für Wanderer über Wege vom Süden erreichbar, allerdings sollte man auf unebenes Gelände und steile Abschnitte gefasst sein. Der Aufstieg dauert einige Stunden, daher ist gutes Schuhwerk und eine frühe Ankunft sinnvoll.
Von den rund vierzig bis fünfzig pontischen Insektenarten am Eichkogel lebt hier jeweils mehr als zehn Prozent der Weltpopulation, verteilt auf die vielfältigen Nischen des kleinen Hügels. Der Sand-Lößboden lockt immer neue Arten an, etwa Eulenfalter und die auf sie spezialisierten Sandwespen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 92.876 Mitwirkenden weltweit.