Einödhöhle, Naturdenkmalhöhle in Pfaffstätten, Österreich.
Die Einödhöhle liegt auf 370 m am Südhang des Pfaffstättner Kogels bei Pfaffstätten. Sie ist die größte erhaltene jungtertiäre Brandungshöhle am Westrand des Wiener Beckens, in Dolomit angelegt, mit zwei größeren und drei kleineren Tagöffnungen. Vom eingeebneten Vorplatz führen zwei südschauende Eingänge in eine erste Halle von 15 m Länge und vier Metern Höhe, an die im Norden ein knapp 50 m langer, teils künstlich erweiterter Rundgang anschließt.
Die Höhle entstand vor etwa 20 Millionen Jahren durch Küstenerosionsprozesse während des Tertiär. Sie wurde am 22. April 1925 offiziell für Besucher geöffnet.
Bis etwa 1890 hieß die Höhle „Fledermaushöhle“; nach der Sprengung der tiefer gelegenen Großen Einödhöhle im Jahr 1888 übernahm diese höhere Höhle den Namen. Die Sage verbindet ihn mit dem riesigen Krieger „Einöder“, der an der Seite Karls des Großen im Awarenkrieg gekämpft haben soll. Das Einödental wird bereits 1195 in einer Schenkung an das Kloster Heiligenkreuz erwähnt.
Seit 22. Oktober 1982 ist die Einödhöhle nach dem niederösterreichischen Höhlenschutzgesetz eine „besonders geschützte Höhle“; der Besuch ist daher – ausgenommen für wissenschaftliche Zwecke – verboten. Sie liegt auf 370 Metern Seehöhe am Südhang des Pfaffstättner Kogels nördlich von Baden, und vom eingeebneten Vorplatz führen zwei südschauende Eingänge ins Innere.
Die Höhle stellt die größte erhaltene junge tertiäre Brandungshöhle am westlichen Rand des Wiener Beckens dar. Diese seltene Formationsart entstand unter ganz bestimmten geologischen Bedingungen, die heute kaum noch entstehen.
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