Kaasgrabenkirche, Pfarrkirche im Bezirk Döbling, Wien, Österreich.
Die Kaasgrabenkirche ist eine römisch-katholische Wallfahrtskirche im neubarocken Stil in Grinzing, Wien, erbaut 1909–1910 von Gustav Orglmeister und Franz Kupka. Die hufeisenförmig ansteigenden Stiegenaufgänge tragen Steinreliefs eines Kreuzwegs von Franz Abel und Paul Paintl; der helle Innenraum ist auf eine barocke Madonnenfigur über dem Hochaltar ausgerichtet.
Die Kaasgrabenkirche ging aus einer 1883 vom Sandgrubenbesitzer Kothbauer errichteten Kapelle hervor, der dort eine verehrte Pietà aufstellte und daneben einen Heurigen betrieb. Nach Schließung des „frommen“ Betriebs 1903 kaufte Stefan Esders das Grundstück, ließ die Kapelle abreißen und finanzierte eine neue Kirche, die Gustav Orglmeister und Franz Kupka 1909–1910 erbauten und die am 30. April 1910 geweiht wurde.
Die Kirche ist als Hochzeitskirche beliebt; die hufeisenförmig ansteigenden Stiegenaufgänge tragen Steinreliefs eines Kreuzwegs der Bildhauer Franz Abel und Paul Paintl, von denen auch die Kreuzwegbilder im Inneren stammen. Eine moderne Kapelle erinnert an die vertriebenen Donauschwaben aus Jugoslawien und Ungarn.
Die Kirche steht in der Ettinghausengasse 1 in Grinzing im 19. Wiener Gemeindebezirk Döbling. Die hufeisenförmig ansteigenden Stiegenaufgänge mit den Steinreliefs des Kreuzwegs führen zum Eingang, sodass man die Kirche von oben betritt. Der weithin sichtbare Turm mit seinem vierstimmigen Geläut dient als Orientierungspunkt.
Der Name stammt von einem mineralreichen Gewässer in der Gegend, das eine Farbe und einen Geruch ähnlich der Molke hatte. Diese ungewöhnliche Namensgebung erinnert bis heute an die natürlichen Quellen, die diesen Ort prägten.
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