Felsenkapelle, Felsenkapelle im Gschlößtal, Matrei in Osttirol, Österreich.
Die Felsenkapelle Gschlößtal sitzt unter einem riesigen Felsblock auf 1690 Metern Höhe und zeigt ein Steingewölbe mit spitzbogigen Fenstern an ihrer Fassade. Der Kapelle fehlt keine Wand, denn sie nutzt die natürliche Felswand selbst als Teil ihrer Struktur.
Das Gebäude wurde 1688 von Alpenbewohnern erbaut, musste aber 1870 wegen Lawinengefahr in eine natürliche Höhle verlegt werden. Diese Umsiedlung bewahrte das Heiligtum vor den Elementen und sicherte seinen Fortbestand bis heute.
Im Inneren findet man einen Holzaltar mit dunklem Marmor, ein Gemälde des Erzengels Michael aus dem 18. Jahrhundert und eine Alabasterfigur der Maria unter einem Kruzifix. Diese religiösen Gegenstände erzählen von einer langen Tradition des Gebets an diesem abgelegenen Ort.
Besucher erreichen die Kapelle über einen Wanderpfad von der Gschlößbach-Brücke mit etwa 200 Metern Höhengewinn auf gekennzeichneten Wegen. Der Aufstieg dauert einige Zeit und erfordert festes Schuhwerk sowie gute physische Kondition für das bergige Gelande.
Die Kapelle wurde direkt in eine bestehende Felskluft eingebaut und die Höhle wurde erweitert, um das charakteristische Steingewölbe zu schaffen. Dieser Prozess der Anpassung an die natürliche Landschaft macht diesen Ort zu etwas ganz Besonderem unter den alpinen Heiligtümern.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.