Schlingerhof, Gemeindewohnanlage in Floridsdorf, Österreich
Der Schlinger-Hof ist eine Wohnanlage mit etwa 478 Wohnungen in mehreren Gebäuden an der Brünner Straße 34-38, deren Fassaden Merkmale der frühen Architektur des 20. Jahrhunderts zeigen. Die geräumigen Innenhöfe bieten grüne Flächen und schaffen eine offene Struktur innerhalb der dicht bebauten Nachbarschaft.
Die Anlage wurde zwischen 1924 und 1926 von den Architekten Hans Glaser und Karl Scheffel gebaut und ersetzte eine frühere Gasanstalt auf dem Gelände. Im Februar 1934 wurde das Areal Schauplatz bewaffneter Auseinandersetzungen zwischen sozialistischen Milizen und Bundeswehrkräften, was die Komplexität dieser Zeit widerspiegelt.
Der Name des Komplexes ehrt den Architekten und Stadtplaner, und die Innenhöfe werden von Bewohnern als Treffpunkte genutzt. Die großzügigen grünen Flächen prägen das tägliche Leben der Anwohner bis heute.
Der Komplex liegt gut erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln und hat eine Kindergarten, ein Sportzentrum und kleine Geschäfte im Gebäude. Die meisten Besucher kommen zu Fuß durch die Innenhöfe, die auch bei schlechtem Wetter zugänglich sind.
Während des Konflikts von 1934 wurden Übungsmunition ohne Sprengstoff verwendet, was Gebäudeschäden verursachte, aber Opfer unter Bewohnern und Kämpfern begrenzte. Diese ungewöhnliche Wahl der Munitionssorte ist ein seltenes Detail dieser Ereignisse, das oft übersehen wird.
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