Burg Krempelstein, Mittelalterliche Burg in Esternberg, Österreich
Die Burg Krämpelstein ist eine Felsenburg auf einem Felsvorsprung hoch über dem rechten Donauufer im Ortsteil Pyrawang der Gemeinde Esternberg. Sie besteht aus einem Wohnturm mit 9,5 × 11 Metern Grundfläche und einem angebauten Palas von 15 × 15 Metern, die im 14. Jahrhundert errichtet wurden. Der Palas wurde später als der Turm gebaut, was am Eingang im ersten Stock des Palas erkennbar ist, der in den Turm führt. Über dem Eingang liegt eine kleine Burgkapelle, an der rechten Seite des Palas ein Abtritterker.
Das Bauwerk wurde 1337 erstmals dokumentiert und diente damals als Zollstation und Rückzugsort für die Bischöfe von Passau. Später wurde die Anlage Teil Österreichs, das die Region 1782 übernahm.
Die Burg wird auch Schneiderburg oder Schneiderschlössl genannt, Namen, die in den Quellen neben Krempelstein und Krämpelstein stehen. 1937 pachtete Eduard Munninger die Anlage, baute sie 1938 bis 1942 aus und richtete eine Pension und Künstlerherberge ein; bis 1965 diente sie als Treffpunkt seiner pansophischen Organisation AORRAC.
Die Burg ist in Privatbesitz und der Zugang ist eingeschränkt, daher sollten Besucher die vor Ort angebrachten Schilder beachten. Es ist ratsam, die Einschränkungen zu respektieren und von außen die Architektur und die Lage über dem Fluss zu bewundern.
Bei Ausgrabungen 1845 wurden römische Münzen aus den Jahren 284 bis 306 n. Chr. gefunden, was darauf hindeutet, dass ein römischer Wachturm dem heutigen Bauwerk vorausging. Diese archäologischen Funde zeigen die lange Besiedlungsgeschichte des Standorts über Jahrhunderte hinweg.
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