Burg Reichenstein, Mittelalterliche Burg in Tragwein, Österreich.
Die Burg Reichenstein ist die Halbruine einer zu einem Schloss umgebauten Höhenburg auf einem schmalen Felsriegel über einer Flussschleife der Waldaist in Tragwein, Oberösterreich. Von der mittelalterlichen Burg ist nur die Burgkapelle erhalten; 1576 wurde anstelle des mittelalterlichen Palas ein Renaissance-Wohntrakt errichtet, dessen Rittersaal noch Freskenreste zeigt. Ein Stück des Tortrakts und der nördliche Flankenturm sind ebenfalls erhalten.
1230 wird ein Ulrich von Reichenstein erstmals urkundlich genannt; der Bau der mittelalterlichen Burg wird zwischen 1230 und 1300 angesetzt. 1295 bis 1406 war die Familie Kapeller im Besitz, danach Wallseer und Liechtensteiner. 1565 kaufte Ritter Christoph Haym die Anlage und baute sie ab 1567 zum Renaissanceschloss um; sein Sohn Hans führte den Umbau fort. Seit 1729 gehört sie der Familie Starhemberg.
Der Name Reichenstein stammt vom mittelhochdeutschen rîch(e) und stein und bezeichnet eine mächtige Burg auf einem Felsen. Die Kapelle mit dem Epitaph Christoph Hayms war von 1785 bis 1816 Pfarrkirche und wird heute für Trauungen und Taufen genutzt.
Die Burg liegt auf einem schmalen Felsriegel über einer Flussschleife der Waldaist, am Fuß liegt die Ortschaft Reichenstein. Der halb unterirdische Museumsneubau wurde 2013 eröffnet, die Kapelle mit dem Epitaph Christoph Hayms wird weiterhin für Trauungen und Taufen genutzt. Seit 1989 wird die Anlage restauriert.
Bei Bauarbeiten für das Burgenmuseum kamen 2012 bedeutende Reste einer älteren Vorgängerburg zutage. Das 2013 eröffnete Museum ist ein halb unterirdischer Neubau, der auch eine Informationsstelle „Natura 2000“ für das Waldaist-Naarn-Gebiet beherbergt.
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