Burg Weißenburg, Mittelalterliche Burgruine in Frankenfels, Österreich.
Weißenburg steht auf einem hellen Kalksteinfelsen im oberen Pielachtal und bewahrt Reste von Befestigungsmauern sowie einer zentralen Hauptbebauung. Die Ruinen zeigen deutlich die charakteristische Bauweise mittelalterlicher Burgen in dieser Region.
Die Burg ist ab dem 12. Jahrhundert urkundlich belegt, dürfte aber früher gegründet worden sein und gehörte ab dem 13. Jahrhundert der Familie Rabensteiner, einem Zweig der Staufer. Nach dem Tod des letzten Weissenbergers zwischen 1365 und 1381 war der Besitz umstritten und wurde unter den Familien Liechtenstein, Pottendorf und Wallsee aufgeteilt. Um 1648 ließ Gotthard Graf von Tattenbach die Burg größer ausbauen, und 1683 fanden etwa 300 Bewohner der Umgebung dort Schutz vor osmanischen Streifscharen. Um 1790 wurden die Dächer im Zuge der Dachsteuer abgetragen, was einen raschen Verfall bewirkte.
Der Ort zeigt, wie Menschen im Mittelalter Höhen nutzten, um ihre Besitztümer zu schützen und zu überwachen. Die Lage auf dem hellen Kalksteinfelsen prägte das Aussehen und den Namen der Anlage bis heute.
Die Ruine ist im Privatbesitz zweier Familien und wird seit 1975 renoviert; Besucher sollten auf den markierten Flächen bleiben. Der Zugang erfolgt von Norden über einen Halsgraben, die Anlage liegt auf einem Kalkfelsen über dem Zusammenfluss von Weißenbach und Pielach. Das Gelände ist uneben, mit freigelegtem Mauerwerk und Grabungsflächen.
Der Name Weißenburg stammt direkt von der hellen Farbe des Kalksteinfelsens, auf dem die Burg gebaut wurde. Alte Kupferstiche von Georg Matthäus Vischer zeigen, wie imposant die Anlage in ihrer ursprünglichen Pracht wirkte.
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