Burg am Leopoldsberg, Mittelalterliche Burg auf dem Leopoldsberg in Döbling, Österreich.
Burg am Leopoldsberg ist eine mittelalterliche Festung, die auf einem Hügel über der Donau thront und weite Ausblicke über Wien und das Donautal bietet. Der Komplex besteht aus mehreren Gebäuden, darunter das Palas und weitere historische Strukturen, die auf der Spitze des Berges angeordnet sind.
Die Burg dürfte im 12. Jahrhundert als landesfürstliche Burg der Babenberger und später der Habsburger errichtet worden sein; ab 1377 begann nach dem Ausbau Laxenburgs durch Albrecht III. ihr Verfall. 1529 wurde sie während der Ersten Türkenbelagerung wahrscheinlich gesprengt. Um 1720 ließ Karl VI. nach einem Entwurf von Antonio Beduzzi ein Schloss errichten, das 1791 abbrannte, wiederhergestellt wurde und ab 1794 Charles Joseph de Ligne als Wohnsitz diente.
Berg und Kirche tragen den Namen des heiligen Leopold, des Landespatrons; die 1679 unter Kaiser Leopold I. errichtete Kirche auf dem Plateau heißt auch Leopoldikapelle. Das Areal gehört dem Stift Klosterneuburg, das es seit 1787 verpachtet und sich ein Servitutsrecht für kirchliche Veranstaltungen vorbehielt. Der belgische Feldmarschall Charles Joseph de Ligne bewohnte das wiederhergestellte Schloss ab 1794 bis zu seinem Tod 1814.
Burg und innerer Burgbereich mit der Kirche am Leopoldsberg sind seit Juni 2018 öffentlich zugänglich; das Areal gehört dem Stift Klosterneuburg. Der von Charles Joseph de Ligne angelegte Nasenweg ist ein markierter Anstieg auf den Leopoldsberg. Das frühere Ausflugsrestaurant wurde 2007 geschlossen, daher vor dem Aufstieg die aktuellen Öffnungszeiten prüfen.
Das Heimkehrer-Gedächtnismal für österreichische Kriegsgefangene und Heimkehrer wurde 1948 auf dem Fundament eines Burgturms errichtet. Der belgische Feldmarschall Charles Joseph de Ligne, der auch den Nasenweg anlegen ließ, bewohnte das wiederhergestellte Schloss ab 1794 bis zu seinem Tod 1814.
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