Burgruine Finkenstein, Mittelalterliche Burgruine in Finkenstein am Faaker See, Österreich.
Burgruine Finkenstein sind die Überreste einer mittelalterlichen Burg, die auf einem steilen Felsen oberhalb des Faaker Sees thront. Der Ort bietet Aussichtspunkte über den See und die Karawanken-Bergkette in der Ferne.
1142 erstmals urkundlich erwähnt, gehörte die Burg den Kärntner Herzögen und war an Ministerialen verlehnt, die sich von Finkenstein nannten. 1223 stritt Heinrich von Finkenstein mit dem Bamberger Bischof um die Gailfurt; 1233 ließ er Bischof Ekbert von Andechs auf der Burg festsetzen und wurde dafür von Papst Gregor IX. gebannt. Nach dem Aussterben der Kärntner Finkensteins Anfang des 14. Jahrhunderts fiel die Herrschaft an die Habsburger; 1508 belehnte Kaiser Maximilian Siegmund von Dietrichstein, dessen Nachkommen die Burg bis 1861 hielten.
Der Name Finkenstein stammt von dem Adelsgeschlecht, das die Burg seit dem 12. Jahrhundert innehatte; eine Linie trat später in Ostpreußen als Finck von Finckenstein auf. Seit 1985 dient die Anlage als Burgarena, eine Freilichtbühne mit 1.150 Plätzen für Konzerte und Festivals, und im Sommer ist ein Restaurant in der Burg geöffnet.
Die Ruine liegt auf 788 Metern auf einem Felsen über dem Faaker See und ist zu Fuß erreichbar; für Herbst 2022 war ein Panoramalift für einen barrierefreien Zugang geplant. Die Anlage dient in den Sommermonaten als Veranstaltungsort mit Ausflugsgastronomie; das Restaurant wurde nach einem Brand im Oktober 2008 im Jahr 2009 saniert.
Die 15 Meter hohe Westwand des Palas ist im zweiten Geschoß durch flache Kielbogennischen und Wandvorlagen mit Runddiensten gegliedert und weist vier profilierte Kielbogenfenster auf. In der Mitte zwischen den vier Fenstern liegt der ebenfalls mit einem Kielbogen geschmückte ehemalige Zugang zu einem nicht mehr erhaltenen, außen angebrachten Balkon.
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