Burgruine Frauenburg, Burgruine in Unzmarkt-Frauenburg, Österreich
Die Burgruine Frauenburg liegt auf einem Hügel über Unzmarkt-Frauenburg, etwa 17 Kilometer westlich von Judenburg. Das bebaute Areal erstreckt sich über rund 200 Meter auf mehreren von Süd nach Nord abfallenden Terrassen; die Mauern bestehen aus kleinteiligem Bruchsteinmauerwerk, die Ecken sind durch lange Quader aus hellem Stein betont. Auf der niedrigsten Terrasse steht die um 1250 errichtete, später barock überbaute Jakobskirche.
Ulrich von Liechtenstein, Minnesänger, ließ die steinerne Burg im 13. Jahrhundert auf einem Sporn über dem Murtal errichten; um 1260 wurde sie erstmals erwähnt. 1248 hielt ihn sein Pächter Pilgrim von Katsch dort über ein Jahr gefangen, bis Graf Meinhard von Görz ein Lösegeld zahlte. 1437 starb die Linie der Liechtensteiner aus; die verschwägerten Stubenberger erweiterten die Burg im Stil der Gotik und verkauften sie 1666 an die Grafen von Schwarzenberg. Nach der Verlegung der Verwaltung nach Murau setzte der Verfall ein; ein Feuer 1861 machte sie zur Ruine, in den 1960er Jahren begann die Restaurierung.
Der Name Frauenburg wird Ulrich von Liechtenstein zugeschrieben, der ihn vermutlich prägte; sein hier verfasster Frauendienst umfasst fast 15.000 Verse und 57 Lieder. Auf der untersten Terrasse steht die um 1250 errichtete, später barock überbaute Jakobskirche, die schon im 14. Jahrhundert in die Umwehrung der Burg einbezogen war. Alljährlich findet auf der Ruine ein Burgfest statt.
Die Zufahrt erfolgt über die Burgstraße, die von Unzbach über Frauenburg kommt und die Burg erst aus östlicher Richtung, nach einem Schwenk von Norden erreicht. Der frühere direkte Aufgang aus Südosten, den mehrere Torbauten sicherten, ist durch einen überdachten Treppenaufstieg aus Holz ersetzt, der etwas anders verläuft. Die Ruine ist ganzjährig frei zugänglich.
Der Name der Burg ist mit Ulrich von Liechtenstein verbunden, dem Minnesänger, der ihr vermutlich den Namen Frauenburg gab und dort seinen Frauendienst schrieb, ein Epos von fast 15.000 Versen und 57 Liedern. Im August 1248 hielten ihn sein Pächter Pilgrim von Katsch und dessen Diener Weinholt über ein Jahr lang auf der Burg gefangen, bis Graf Meinhard von Görz ein Lösegeld zahlte.
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