Sancta Maria in Paradyso, Mittelalterliche Klosterruine in Tullnerbach, Österreich
Sancta Maria in Paradyso ist ein Klosterruine in Tullnerbach in der Wienerwald-Region. Die Überreste zeigen eine dreischiffige Ziegelgewölbe, ein Westportal und Reste eines rechteckigen Nebengebäudes.
Gabriel von Verona gründete das Franziskanerkloster um 1440 mit Unterstützung der Habsburger. Die Osmanen zerstörten es 1529 und töteten dabei 22 Mönche.
Das Klostergebäude zeigt späte gotische Bauelemente mit einer Sandstein-Westgalerie und achteckigen Säulenschäften. Der Fußboden war mit gemustertem Ziegelwerk ausgelegt, das noch heute die Handwerkskunst der damaligen Zeit erkennen lässt.
Die Stätte ist für Besucher zugänglich, obwohl sie sich in einem ruinösen Zustand befindet. Wer einen umfassenden Überblick möchte, sollte Zeit für die Besichtigung des Geländes einplanen und festes Schuhwerk tragen.
Ausgrabungen von 2013 stellten frühere Theorien über die Chorstruktur in Frage und zeigten die Existenz einer später hinzugefügten halbkreisförmigen Apsis. Diese neuen Erkenntnisse veränderten das Verständnis davon, wie das Gebäude ursprünglich geplant und dann umgebaut wurde.
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