Schloss Leesdorf, Historisches Schloss in Baden, Österreich
Schloss Leesdorf ist ein zweigeschoßiges Schloss in Baden, das man durch ein schmiedeeisernes Tor, über eine Steinbrücke und durch ein barockes Korbbogenportal in einen rechteckigen Innenhof betritt. Der frühere Graben wurde in den 1850er-Jahren zugeschüttet und teilweise mit Bäumen bepflanzt, drei der vier Ecktürme wurden bis zur Höhe der Umfassungsmauer abgetragen. Es liegt zwischen Schwechat und Badener Mühlbach und beherbergt heute die HTL-Malerschule.
Das Gebäude ist erstmals 1114 unter dem Namen Hugo von Leuisdorf dokumentiert und war ursprünglich eine Wasserfestung aus mittelalterlicher Zeit. Im frühen 18. Jahrhundert wurde es zu einem Barockschloss umgewandelt und erhielt sein heutiges Aussehen.
Seit 1948 beherbergt das Schloss eine Meisterschule des Malerhandwerks, gegründet von der Wiener Malergenossenschaft, die das Gebäude nach der Rückgabe 1948 von den Hartmann-Schwestern mietete. 1971 folgte ein Mietvertrag mit der Genossenschaft der Maler, Anstreicher und Lackierer. Heute ist das Schloss Sitz der HTL Baden mit ihrer Malerschule.
Das Schloss funktioniert heute als Fachschule und die Hauptstraße bietet Parkmöglichkeiten für Besucher. Wer die Anlage besuchen möchte, sollte vorher erfragen, ob Führungen möglich sind, da das Gelände primär als Schulgebäude genutzt wird.
Der Graben der früheren Wasserburg war bereits versumpft, als der Advokat Stanislaus Neumister das Gut am 1. Mai 1852 kaufte; er ließ den sumpfigen Graben zuschütten und teilweise mit Bäumen bepflanzen und die alte Holzbrücke durch eine steinerne ersetzen. Drei der vier Ecktürme wurden zudem bis auf die Höhe der Umfassungsmauer abgetragen.
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