Weltmaschine des Franz Gsellmann, Kinetische Skulptur in Edelsbach bei Feldbach, Österreich.
Die Weltmaschine ist eine kinetische Skulptur, die Franz Gsellmann von 1958 bis 1981 auf seinem Hof nahe Kaag in Edelsbach bei Feldbach baute. Sie ist etwa vier Meter lang, einen Meter breit und drei Meter hoch und vereint rund 2.000 Teile, darunter ein Adler aus Porzellan, 64 Vogelpfeifen, 200 Glühbirnen, 14 Glocken und eine extra aus Japan bestellte Spielzeugrakete, angetrieben von 25 Elektromotoren. Auf dem Foto sitzt in der Mitte ein großes Rad mit roter Nabe und blauen, gelben und grünen Speichen; darüber endet ein blauer Arm in einem grünen Scheibenrahmen, daneben trägt eine blaue Ausschnittplatte ein Zifferblatt über türkisfarbenen und blauen Zahnrädern.
Die Maschine wurde ab 1958 von Franz Gsellmann entworfen und gebaut, nachdem dieser das Atomium in Brüssel besucht hatte und sich davon inspirieren ließ. Der Künstler arbeitete über zwei Jahrzehnte an der Verwirklichung dieser mechanischen Vision, bis sie schließlich vollendet war.
Der Name „Weltmaschine“ stammt nicht von Gsellmann; er wich Fragen nach dem Zweck aus, und der Ausdruck dient als Behelfsname. Der Schriftsteller Gerhard Roth verglich das Werk mit den nahezu gleichzeitig aus ähnlichen Materialien entstandenen Maschinen Jean Tinguelys und unterschied sie durch die ironische Distanzhaltung, die dem Schweizer eigen ist, Gsellmann aber nicht. Als gottesfürchtiger und bescheidener Mensch schrieb Gsellmann die Verwirklichung seines Traums allein seinem Allerhöchsten zu. Die Besucher und Bewunderer gehören bis heute überwiegend den intellektuellen Kreisen aus dem städtischen Milieu an.
Die Weltmaschine steht nicht im Freien, sondern im ehemaligen Hof von Franz Gsellmann nahe Kaag in der Gemeinde Edelsbach bei Feldbach, als zentrales Stück des Privatmuseums der Familie. Sie steht unter Denkmalschutz, und die Familie nennt fast 10.000 Besucher pro Jahr. Die Maschine ist etwa vier Meter lang, einen Meter breit und drei Meter hoch, wird also aus der Nähe betrachtet; 25 Elektromotoren treiben ihre beweglichen Teile an.
Franz Gsellmann hielt die Maschine in einer verschlossenen, verhangenen Kammer verborgen und zeigte sie seiner Familie erst nach acht Jahren Bauzeit. Nachbarn sahen ihn Fundstücke mit der Scheibtruhe oder dem Ochsengespann heimbringen, und für die Maschine ließ er sich eigens eine Spielzeugrakete aus Japan schicken.
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