Wasserschloss Gallspach, Denkmalgeschütztes Schloss in Gallspach, Österreich.
Das Wasserschloss Gallspach ist eine zweigeschoßige, vierflügelige Anlage, die über eine Torhalle mit Schlupfpforte betreten wird; das Haupttor wendet sich dem Ortsplatz zu und ist über eine Brücke erreichbar. Vom früheren Schloss erhalten sind ein aus dem Mauerverband springender Rundturm und Laubengänge an zwei Seiten des Innenhofes. Der hintere Hof beherbergte die ehemalige Brauerei, die durch eine Brücke mit dem Schloss verbunden ist; ein teichartiger Wassergraben und ein weiterer Teich umgeben den Bau.
Das Schloss wurde erstmals 1120 urkundlich erwähnt und stand unter der Herrschaft der Familie Gallspacher, die als Ministeriale des Adelsgeschlechts Schaunberg dienten. 1354 verkaufte Eberhard V. von Walsee die Burg an Heinrich Geumann, behielt sich aber das Lehensrecht vor. Da die Geumann Protestanten waren, mussten sie auswandern, und Gallspach wurde 1633 an Christoph Weiß von Würting verkauft.
Die beiden Bronzestatuen im Garten schuf 1930 der Wiener Bildhauer Josef Riedl; 1975 wurden sie zu Ehren von Valentin Zeileis aufgestellt, der 1920 sein Laboratorium von Wien ins Schloss verlegte. Die eine zeigt einen einen Fels Wälzenden, die andere einen einen Wasserkrug Leerenden.
Das Schloss befindet sich am Hauptplatz 1 und ist heute in Privatbesitz, kann aber von außen betrachtet werden. Besucher sollten beachten, dass Zutritt zum Inneren nicht möglich ist und die beste Aussicht auf die Fassade und den runden Turm von der Straße aus zu erhalten ist.
Das Schloss verfügt über ein originales, mit Wasser gefülltes Grabenwerk und einen zusätzlichen Teich, was es von anderen Befestigungen in der Region deutlich unterscheidet. Dieses komplexe Wassersystem war ursprünglich ein wirksamer Schutzmechanismus und wurde über Jahrhunderte beibehalten.
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