Schloss Fridau, Barockschloss in Ober-Grafendorf, Österreich.
Schloss Fridau ist ein Schlossbereich in Ober-Grafendorf, bestehend aus dem Neuschloss, dem Altschloss, dem Kanzleigebäude, einem Gartenpavillon und dem Schlosspark. Das 1753 errichtete Neuschloss ist eine dreigeschoßige Dreiflügelanlage mit Ehrenhof; die Gartenseite ist 13-achsig, mit einem dreiachsigen Mittelrisalit, der polygonal hervorspringt. Das Altschloss ist ein unregelmäßiger Gebäudekomplex um einen weiten U-förmigen Hof, dessen Kerne teilweise aus dem 15. Jahrhundert stammen.
Das Altschloss wurde 1299 erstmals als Edelsitz der Weißenberger erwähnt. Von 1497 bis 1708 war es im Besitz der Sinzendorf. 1750 kaufte Freiherr Johann Georg von Grechtler den Besitz, richtete 1751 eine Barchentfabrik ein und ließ 1753 das Neuschloss erbauen. Im Mai 1945 diente das Schloss als Lazarett; Einschusslöcher an der Fassade stammen von der Verteidigung gegen sowjetische Verbände.
Der Saal zeigt Deckenmalereien von Daniel Gran, die die künstlerischen Leistungen der österreichischen Barockzeit widerspiegeln. Besucher können diese Werke heute noch sehen und die handwerkliche Qualität dieser Zeit erleben.
Die Anlage liegt in Ober-Grafendorf im Pielachtal: Das Neuschloss steht in einem Park, das Kanzleigebäude befindet sich westlich davon. Der erhaltene Teil des ehemaligen Barockgartens mit dem langgestreckten Orangeriepavillon ist zu Fuß zu erreichen; Wege und Hofpflaster sind uneben, festes Schuhwerk ist daher sinnvoll. Der Schlossbereich ist in Privatbesitz, Besuche richten sich nach den Regelungen des Eigentümers.
Das barocke Neuschloss ließ Johann Georg von Grechtler 1753 errichten, nachdem er 1751 im Altschloss eine Barchentfabrik eingerichtet hatte. Die Einschusslöcher an der Fassade stammen vom Mai 1945, als der Schlossbereich gegen die einmarschierenden sowjetischen Verbände verteidigt wurde; danach richtete sich eine sowjetische Kommandantur ein.
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