Landesmuseum Kärnten, Regionalmuseum in Klagenfurt, Österreich
Das kärnten.museum, früher Landesmuseum Kärnten, befindet sich in einem neorenaissancezeitlichen Gebäude in der Museumsgasse in Klagenfurt. Architekt Gustav Gugitz entwarf es, eröffnet wurde es 1884. Bei der Sanierung 2020–2022 wurde der Innenhof mit einem Glasdach gedeckt. Zu den Beständen zählen Einbäume aus dem Längsee und dem Klopeiner See, Gemälde von Albin Egger-Lienz und Josef Ferdinand Fromiller sowie ein Giraffenklavier von Nikolaus Müller.
Das Museum wurde 1844 gegründet und bezog 1884 sein heutiges Gebäude im Neorenaissance-Stil, das damals Kronprinz Rudolf einweihte. Der Bau markierte einen Wendepunkt in der Geschichte der Museumssammlung, die nun ein stattliches Zuhause hatte.
Die volkskundlichen Bestände gehen auf die nach 1922 übernommenen Sammlungen der Kärntner Landsmannschaft und das 1925 gegründete Kärntner Heimatmuseum zurück. Die Museumsbibliothek umfasste 2003 rund 120.000 Bände, davon etwa 22.000 vor 1900 erschienene, überwiegend deutsch, daneben lateinisch und slowenisch. Zu den Bildwerken zählen Arbeiten von Josef Ferdinand Fromiller und Albin Egger-Lienz.
Das Stammhaus in der Museumgasse wurde am 21. November 2022 nach einer 2020 begonnenen Generalsanierung wiedereröffnet, mit Glasdach über dem Innenhof und verkehrsberuhigter Museumgasse. Die neue Schausammlung widmet sich der Erdgeschichte, der Natur Kärntens und historischen Meilensteinen des Landes. Im Oktober 2019 eröffnete im Süden Klagenfurts das Sammlungs- und Wissenschaftszentrum.
In der Typmineral-Liste der International Mineralogical Association ist das Museum unter dem Kürzel LMK-Klagenfurt als Typmaterial-Depot für zwei Minerale verzeichnet: Kahlerit und Weinebenit. Typmaterial ist das Referenzstück, das eine Mineralart definiert; diese Stücke dienen daher als Vergleichsmaßstab für weitere Funde.
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