Stadtbefestigung Friesach, Mittelalterliches Verteidigungssystem in Friesach, Österreich.
Die Stadtbefestigung Friesach ist ein mittelalterliches Verteidigungssystem in dieser österreichischen Stadt mit einer Hauptmauer von elf Metern Höhe, einer niedrigeren Außenmauer und einem fünfzehn Meter breiten Graben. Die Anlage umfasst auch drei erhaltene Verteidigungstürme aus dem 14. Jahrhundert, die heute noch sichtbar sind.
Der ursprüngliche Befestigungsring entstand um 1200, erwies sich aber als unzureichend gegen Angriffe, was zu drei Eroberungen Friesachs zwischen 1275 und 1292 führte. Die nachfolgenden Verstärkungen mit zusätzlichen Mauern und Türmen entstanden daraufhin, um die Stadt besser zu schützen.
Dass der Graben erhalten blieb, verdankt sich dem Einsatz der Bürger: Der 1985 gegründete Stadtgrabenverein sammelte mit Veranstaltungen und der Aktion „Rettet den Stadtgraben“ Geld. Sinkendes Grundwasser und die Kanalisation hatten den Wasserspiegel gesenkt; ohne Eisbildung im Winter entstanden in den 1980er-Jahren die ersten schweren Mauerschäden, ganze Mauerteile stürzten ein.
Der Befestigungspfad ist zugänglich und ermöglicht es Besuchern, die drei erhaltenen Türme zu untersuchen. Es ist ratsam, bequeme Schuhe zu tragen und bei der Erkundung der Mauern und Türme vorsichtig zu sein.
Der Graben wird von Grundwasserquellen gespeist und mündete früher in die Stadtkanalisation; heute liegt sein Abfluss am Südende des Grabens. Als der Grundwasserspiegel sank und sich im Winter kein Eis mehr bildete, stürzten in den 1980er-Jahren ganze Mauerteile ein, was 1985 zur Gründung des Stadtgrabenvereins führte.
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