Johanniterkirche, Mittelalterliche Kirche in Feldkirch, Österreich
Die Johanniterkirche steht an der Südostseite der Marktgasse in Feldkirch: Die Giebelfront zeigt zur Straße, Langhaus und eingezogener dreiseitiger Chor folgen der Johannitergasse. Der Turm steht im östlichen Chorwinkel und ist baulich mit dem 1860 erbauten ehemaligen Gymnasium verbunden. Der Kern des heutigen Baus stammt aus dem 15. und 16. Jahrhundert, mit Satteldach zur Marktgasse und Krüppelwalmdach stadtauswärts. Innen zeigt die Decke ein freskiertes Rundmedaillon, das Sigillum refugii mit Schwurhand und der Jahresangabe 1405.
1218 übergab Graf Hugo von Montfort dem Johanniterorden ein Hospiz in der Marktgasse, wo eine romanische Kirche errichtet wurde. Der Orden verkaufte das Hospiz an das Kloster Weingarten, von dem nur die Kirche blieb; 1660 erfolgten Umbauten unter Prior Gabriel Bucelin, 1695 ging sie an das Kloster Ottobeuren. Im März 1799 wurde sie in den Napoleonischen Kriegen zerstört und diente danach als Pferdestall und Salzlager, bevor sie 1809 dem Gymnasium übergeben wurde.
Die Kirche wird nicht mehr für Gottesdienste genutzt: Seit 1995 dient sie als Ausstellungszentrum der Stadt für zeitgenössische Kunst, mit jährlich vier Ausstellungen, zwei mit einheimischen und zwei mit internationalen Künstlern, kuratiert von Eva Jakob. Der Name erinnert an den Johanniterorden, der ab 1218 ein Hospiz in der Marktgasse unterhielt. An der Giebelfassade ist ein Fresko Johannes des Täufers von Florus Scheel aus dem Jahr 1927 zu sehen.
Die Kirche steht an der Südostseite der Marktgasse, mit der Giebelfront zur Straße und dem Langhaus entlang der Johannitergasse; der Turm ist an das 1860 erbaute ehemalige Gymnasium angebaut. Sie dient heute als Ausstellungszentrum für zeitgenössische Kunst und nicht als Gotteshaus, der Besuch richtet sich daher nach dem Ausstellungsprogramm. Der Boden wurde von November 1983 bis November 1986 für archäologische Grabungen geöffnet und blieb offen; sichtbar sind sechs Bodenniveaus und 25 Grabstätten.
Im Turm steht seit 1510 eine Ritterfigur namens „Bläsi“, die mit Hammerschlägen auf eine Glocke die Zeit angibt. Der Kirchenboden wurde von November 1983 bis November 1986 für archäologische Grabungen geöffnet und nicht wieder geschlossen; dabei kamen sechs Bodenniveaus und 25 Grabstätten zutage.
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