Steinmetzmuseum Kaisersteinbruch, Steinmetzmuseum in Bruckneudorf, Österreich.
Das Steinmetzmuseum Kaisersteinbruch zeigt Werkzeuge, Maschinen und Objekte aus der Geschichte der Steingewinnung und -verarbeitung in Österreich. Die Sammlung dokumentiert lokale Traditionen handwerklicher Arbeit und ihre Techniken im Detail.
Die Sammlung entstand durch die Initiative eines Lehrers in den 1990er-Jahren und bewahrt das Andenken an Handwerker, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Vertreibung erleiden mussten. Diese Institution sichert Aufzeichnungen über die Bedeutung der lokalen Steinindustrie für die Region.
Das Museum hält die Traditionen der Kaisersteinbrucher Steinmetzbruderschaft lebendig: Das „Freisprechbuch“ verzeichnet die Freisprechung von Lehrlingen vor offener Lade, und Kopien der Handwerksordnungen können studiert werden. Die Viertellade von 1617 bei der Wiener Neustädter Bauhütte umfasste Marktflecken von Sommerein bis Jois, und das jährliche Steinmetztreffen führt diese Handwerksidentität fort.
Das Museum nutzt einen Raum der ehemals zweiklassigen Schule von Kaisersteinbruch in der Großgemeinde Bruckneudorf. Die Ausstellung ist um ein Lapidarium in der Raummitte angelegt, an den Wänden stehen Vitrinen. Im Raum befinden sich noch Schultische der 1920er Jahre, teils mit versenktem Tintenfass, weshalb die Gänge zwischen den Reihen eng sind.
Das Museum bewahrt ein Originalschriftstück aus dem 17. Jahrhundert, das die Unabhängigkeit der hiesigen Steinmetzgilde belegt. Dieses Dokument zeigt, wie eigenständig dieser Handwerkszweig organisiert war und welche Bedeutung er in der Bauindustrie hatte.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 92.887 Mitwirkenden weltweit.