Landhaus Klagenfurt, Renaissance-Parlamentsgebäude in Klagenfurt, Österreich
Das Landhaus Klagenfurt ist ein Renaissance-Verwaltungsbau zwischen Heiligengeistplatz und Alter Platz, der sich hufeisenförmig um einen gepflasterten Hof legt. Zwei quadratische Türme mit Uhr und grünen Kupferzwiebeldächern rahmen einen Mitteltrakt mit einem Arkadengang aus Rundbögen. Im Inneren bewahrt der Wappensaal 665 Wappen Kärntner Adelsfamilien, gemalt von Josef Ferdinand Fromiller zwischen 1740 und 1760.
Die Kärntner Landstände errichteten das Landhaus zwischen 1574 und 1594 als Ersatz für eine baufällige landesfürstliche Burg, an der Stelle einer älteren Burg. Hans Freymann aus Bleiburg begann den Bau 1574; Johann Anton Verda, Architekt vom Luganer See, folgte ihm 1581 nach. Seither tagt der Kärntner Landtag im Gebäude.
Der Rittersaal des Gebäudes zeigt die Wappen von Kärntner Adelsfamilien an seinen Wänden, was die lokale Machthierarchie der Renaissance visuell darstellt. Besucher können heute noch diese Symbole der regionalen Identität sehen, wenn sie den Raum betreten.
Das Gebäude liegt zentral zwischen zwei Plätzen in der Altstadt und ist leicht zu Fuß erreichbar. Es beherbergt heute das Landesparlament, daher sollten Besucher sich informieren, ob und wann öffentliche Besichtigungen möglich sind.
Im Großen Wappensaal bedecken 665 Wappen Kärntner Adelsfamilien die Wände, gemalt zwischen 1740 und 1760 vom einheimischen Künstler Josef Ferdinand Fromiller. Der Saal birgt zudem den Fürstenstein, ein ionisches Säulenkapitell, das bei der Einsetzung der Kärntner Herzöge verwendet wurde.
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