Helenenschacht, Historischer Bergwerksturm in Ritzing, Österreich
Der Helenenschacht ist ein gemauerter Turm aus der Zeit des Bergbaus in Österreich, der als Einstieg in die ehemaligen Kohlegruben diente. Die Struktur zeigt Spuren seiner Funktion und markiert deutlich die industrielle Nutzung dieser Gegend.
Der Helenenschacht wurde 1882 abgeteuft und nach Helene Flandorfer, der Frau des Bergwerkspächters Paul Flandorfer, benannt. Ab 1888 betrieb die Brennberger Kohlenbergbau-Actien-Gesellschaft die Bergwerke Ritzing und Brennberg gemeinsam, um 1900 mit 820 Arbeitern. Nach einem Stollendurchstich zum Sopronschacht 1902 wurde der Helenenschacht stillgelegt und nur seine Förderstrecke erhalten; sein Förderturm wurde um 1914/15 von italienischen Gefangenen mit Ziegelmauerwerk ummantelt. Die Grenzziehung von 1921 trennte beide Bergbaue, und 1928 erkannte Österreich an, dass der Betrieb des Barbara-Helenenschachts bis 1963 der ungarischen Bergbehörde unterstand.
Die Siedlung ist eine Kolonie, in der um 1909 rund 60 Bergarbeiterfamilien wohnten. Ihren Namen verdankt sie dem Schacht Helenenschacht, benannt nach Helene Flandorfer (geborene Bauer) aus der Betreiberfamilie. Der Schacht wurde 1882 abgeteuft; sein Förderturm wurde um 1914/15 von italienischen Gefangenen mit einem Ziegelbau ummantelt.
Das Gelände ist über markierte Wanderwege erreichbar, die sich mit größeren Wanderpfaden in der Region verbinden. Die beste Zeit für einen Besuch ist bei trockener Witterung, da die Wege dann sicherer zu begehen sind.
Um 1914/15 wurde der Förderturm aus Sicherheitsgründen von italienischen Gefangenen mit einem Ziegelbau ummantelt. Nach dem totalen Einsturz des Sopronschachts 1918 gewann der Helenenschacht neuerlich an Bedeutung, und eine Luftseilbahn brachte die hier abgebaute Kohle zum Hauptwerk Brennberg.
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