Franziskanerkloster Schwaz, Kloster in Schwaz, Österreich
Das Franziskanerkloster Schwaz ist ein Kloster in Schwaz mit Architektur aus Gotik und Barock, die sich in Kirche, Kreuzgang und Kapellen zeigt. Der Komplex wurde nach diesen Stilperioden erweitert und umgestaltet, wobei beide Epochen in den Raumlösungen erkennbar bleiben.
Das Kloster wurde 1507 mit Erlaubnis Kaiser Maximilians I. auf Betreiben der Schwazer Bergwerksherren, Bergknappen und Bürger gegründet; die Franziskaner kamen bereits seit 1471 regelmäßig zur Aushilfe nach Schwaz. Hans Fieger von Melans schenkte den Grund und seinen angrenzenden Fiegerhof mit dem Wendeltreppenturm. Der Grundstein wurde am 30. August 1507 gelegt, der Haupttrakt bereits am 23. November 1507 eingeweiht.
Der Name Fiegerhof erinnert an Hans Fieger von Melans zu Friedberg, der das Grundstück von Andrä Stollbrock erwarb und es 1507 den Franziskanern schenkte, dazu sein eigenes angrenzendes Anwesen mit dem Wendeltreppenturm. Im Kreuzgang kennzeichnen die Wappen von Hans Fieger und seinen Brüdern Siegmund und Christoph die ersten drei Fresken, die sie stifteten.
Das Kloster liegt im Zentrum von Schwaz; Kirche, Kreuzgang und Bonaventurakapelle sind die Teile, die man suchen sollte. Im Kreuzgang tragen die Schlusssteine des Gewölbes die Wappen der Stifter, und die Bonaventurakapelle bewahrt ihre originalen Butzenfenster. Das Refektorium hat sich seit der Gründungszeit kaum verändert, doch Tische, Holzboden und Vertäfelung wurden zuletzt 1961 erneuert.
Die Wandmalereien im Kreuzgang zeigen eine seltene Schicht-geschichte: fruhe Motive aus dem 16. Jahrhundert sind mit spateren barocken Ubermalungen verbunden. Dieses kunsthistorische Palimpsest ermöglicht es Besuchern, zwei Kunstperioden an ein und demselben Ort zu sehen.
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