Augustinerchorherrenstift Waldhausen, Österreich, Barockkloster in Waldhausen im Strudengau, Österreich.
Das Stift Waldhausen ist ein Barockkloster in Oberösterreich mit reich ausgestatteter Kirche und Nebenkapellen. Das Innere zeigt aufwendige Wandmalereien und Deckendekorationen aus mehreren Epochen.
Das Augustinerkloster wurde 1147 von Graf Otto von Machland gegründet und befand sich zunächst an anderem Ort. Die Chorherren siedelten später in diesen waldreichen Bereich über, wo das Kloster bis heute steht.
Das Stift wurde 1792 von Kaiser Leopold II. aufgehoben, heute leben keine Chorherren mehr hier. Seine bekannteste Persönlichkeit war Konrad von Waldhausen, ab 1350 Prediger in Wien und ab 1363 Beichtvater Kaiser Karls IV. in Prag; seine Predigten beeinflussten Jan Hus. Die Rummel-Orgel der Kirche von 1803 hat 16 Register auf zwei Manualen und Pedal.
Erhalten ist nur der nordwestliche Stiftstrakt mit den Arkaden und dem Torturm, sodass Besucher diesen Teil suchen und keine vollständige Klosteranlage erwarten sollten. Die Gebäude wurden im Vorfeld der Oberösterreichischen Landesausstellung 2002 restauriert, wobei die Laubengänge verglast wurden. Heute sind dort das Leader-Büro der Region Strudengau, das Projekt Individuell betreut urlauben und Wohnungen für betreutes Wohnen untergebracht; die Innenräume sind Arbeits- und Wohnräume, kein Museum.
Nach der Aufhebung des Stiftes 1792 wurden 1800 Teile der Klostergebäude abgerissen und das Material zum Bau der Franzensburg in Laxenburg verwendet. Der große Stiftsbrunnen kam in den Prälatenhof von Stift Melk. Nur der nordwestliche Stiftstrakt mit den Arkaden und der Torturm blieben erhalten.
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