Nussdorfer Pfarrkirche, Pfarrkirche in Döbling, Österreich.
Die Nussdorfer Pfarrkirche ist eine Pfarrkirche in Döbling, die architektonische Elemente des späten Barock und des Klassizismus zeigt, mit einem zentralen Altargemälde des heiligen Thomas. Das Gebäude befindet sich in der Greinergasse 25 und dient als religiöses Zentrum für die Pfarrgemeinde Nussdorf.
Eine 1411 erwähnte gotische Kapelle, dem heiligen Thomas geweiht, stand in der Sickenberggasse und wurde mehrmals erweitert; 1456 wurde ein Kaplan bestellt. Nach erfolglosen Anträgen auf einen eigenen Priester 1704, 1728 und 1731 machten die josephinischen Reformen Nußdorf am 30. November 1783 zur eigenständigen Pfarre, wobei Coloman Degen am 6. Dezember als Pfarrer bestätigt wurde. Das Stift Klosterneuburg kaufte 1785 ein Haus als Pfarrhaus und ließ die neue Kirche von Josef Reymund nach Plänen von Josef Gerl errichten; sie wurde am 18. November 1787 geweiht. Die alte Kapelle brannte 1790 und wurde 1965 abgetragen.
Die Innenseite zeigt Barockbänke, die aus aufgelösten Klöstern stammen und an die Zeit von Kaiser Joseph II. erinnern. Ein Tabernakel von Joseph Kornhäusel trägt zur kunsthistorischen Bedeutung des Raumes bei.
Der Bau ist leicht erreichbar und kann als Ausgangspunkt für Erkundungen des Nussdorf-Viertels dienen, das viele enge Straßen und traditionelle Wohnhäuser hat. Die beste Zeit für einen Besuch ist tagsüber, wenn natürliches Licht die Innenausstattung gut beleuchtet.
Das Hochaltarbild mit dem ungläubigen Thomas stammt von Paul Haubenstricker und ist mit 1787 datiert, dem Jahr der Kirchweihe. Wertvollstes Objekt im Inneren ist ein klassizistischer Tabernakel von Joseph Kornhäusel aus der Biedermeierzeit. Die Orgel der Firma Johann M. Kauffmann hat elf Register und über 600 Pfeifen in zwei Gehäusen, die das Emporenfenster flankieren.
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