Kagraner Pfarrkirche, Pfarrkirche in Donaustadt, Österreich
Die Kagraner Pfarrkirche ist eine einschiffige Dorfkirche mit einem 1438 errichteten gotischen Chor und einem 1642 erweiterten Langhaus. Der im Kern gotische Turm trägt ein Glockengeschoß und einen Spitzhelm aus dem 17. Jahrhundert. Sie steht nahe dem Kagraner Platz und gilt als das älteste Gebäude Wiens jenseits der Donau.
Die Kirche wurde vermutlich im 12. Jahrhundert errichtet und war ursprünglich dem heiligen Wendelin geweiht. Als 1438 eine Überschwemmung das benachbarte Stadlau und dessen Georgskirche zerstörte, übernahm Kagran die Stadlauer Pfarrrechte und das Patrozinium des heiligen Georg. Mitte des 15. Jahrhunderts war sie Großpfarre für Eipeldau, Strebersdorf, Gerasdorf, Deutsch-Wagram, Jedlesee und Jedlersdorf; Stadlau (1934) und Hirschstetten (1953) wurden zuletzt ausgepfarrt.
Die Pfarre St. Georg ist die älteste noch bestehende Pfarre Wiens; nach der Überschwemmung von 1438 übernahm Kagran die Stadlauer Pfarrrechte und das Georgspatronat. Ursprünglich war die Kirche dem hl. Wendelin geweiht. Seit 1989 ist Georg Pauser Pfarrer.
Die Kirche befindet sich in der Nähe des Kagraner Platzes und ist mit der U-Bahn leicht erreichbar. Der Besuch ist jederzeit möglich, besonders aber während der üblichen Gottesdienstzeiten empfehlenswert.
Das Gebäude überstand 1830 einen Eisdamm in der Donau, der die Gegend beschädigte und mit Wasser und Trümmern verwüstet zurückließ. Diese Naturkatastrophe hinterließ ihre Spuren an der Architektur und prägt bis heute die Erinnerung an die Kraft des Flusses.
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