Lazaristenkirche, Neugotische Kirche im Bezirk Währing, Wien, Österreich
Die Lazaristenkirche, auch Severinkirche genannt, ist eine neugotische Hallenkirche von Friedrich von Schmidt an der Kreuzung Kreuzgasse/Vinzenzgasse am Ganserlberg in Währing. Die dreiachsige Südfassade trägt eine große Rosette und zwei Türme; im Norden schließt ein mehreckiger Chor mit Sakristei und darüberliegendem Oratorium das hohe dreiachsige Langhaus ab, das beiderseits je eine Kapelle flankiert. Eine Rohziegelmauer umgibt den Garten.
Die Lazaristen kamen 1868 nach Währing und bauten anschließend diese Kirche, die 1878 von Kardinal Johann Kutschker geweiht wurde. Der Bau war Teil der religiösen Ausbreitung in diesem Stadtteil während des 19. Jahrhunderts.
Die Kirche ist dem heiligen Severin von Noricum geweiht, dessen Figur den freistehenden Hochaltar von 1878 schmückt. Auf der Kanzelbrüstung sind die vier Evangelisten als Reliefs dargestellt. Ab September 1995 betreuten Lazaristen der polnischen Ordensprovinz die Pfarre, im Oktober 1998 übernahm sie die Erzdiözese Wien.
Die Kirche liegt an der Kreuzung von Kreuzgasse und Vinzenzgasse am Ganserlberg im Bezirk Währing, zurückgesetzt in einem von einer Rohziegelmauer umschlossenen Garten. Der Eingang befindet sich an der dreiachsigen Südfassade mit der Rosette und den beiden Türmen. Der Innenraum ist vom Eingang aus eben und stufenlos; die 1975 von Walcker-Mayer aus Guntramsdorf gebaute Orgel hat 28 Register auf zwei Manualen und Pedal.
Der freistehende Hochaltar stammt von 1878 und zeigt Heiligenfiguren wie den Heiligen Severin an seinen Seiten. Das Altarbild und die handwerkliche Ausführung zeigen die meisterhafte Kunstfertigkeit des 19. Jahrhunderts.
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