Hohe Mandling, Berggipfel in Pernitz, Österreich
Die Hohe Mandling ist ein 967 m ü. A. hoher Berg in den Gutensteiner Alpen in Niederösterreich, zwei Kilometer nördlich des Piestingtals. Die Flanken sind recht steil; der höchste Punkt und der ganze Westteil gehören zu Pernitz, die Südostflanke zu Waldegg, die nordöstlichen Ausläufer zu Hernstein. Auf der Gipfelkuppe liegt die Knödelwiese, wo die Berndorfer Hütte stand.
Die Berndorfer Hütte stand vom 1920er bis 2007 auf der Gipfellichtung und war lange Zeit ein bekannter Zufluchtsort für Wanderer. Ein Brand zerstörte das Bergschutzhaus vollständig und beendete damit Jahrzehnte der Gastfreundschaft auf dem Gipfel.
Eine Gedenktafel erinnert an den Ort zwischen Fotzeben und Hohe Mandling, wo der letzte Wolf Niederösterreichs im November 1866 getötet wurde. Diese Geschichte ist eng mit der Kulturgeschichte der Region verbunden und zeigt, wie sich die Beziehung zwischen Mensch und Natur hier über die Zeit verändert hat.
Routen zum Gipfel führen von Grillenberg durch die Fotzeben, von Neusiedl über den Kleinen und Großen Rosenkogel, von Reichental über die Quarb oder den Mozartfelsen und von Ortmann über den steilen Wanderweg 36 durch die Reissleiten. Der Weg 231 beginnt in Waldegg und ist auch von Oed über das Stampftal erreichbar. Nächste Einkehr ist das Waxeneckhaus auf 785 m beim Geyersattel.
Der Name ist 1369 erstmals als „Mandlich“ belegt und geht wohl auf eine slawische Wurzel für „Hals“ bzw. „Sattel“ zurück, ähnlich der Bedeutungsentwicklung von lateinisch collum zu „Pass“. Beim Geschlecht sind sich die Karten uneins: Die BEV-Karten verwenden „Hohe Mandling“, doch auch „Hoher Mandling“ ist zu finden.
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