Königshöhle, Natürliche Kalksteinhöhle in Baden, Österreich
Die Königshöhle ist eine Kalksteinhöhle mit einem breiten Eingangsportal und einer Tiefe von etwa 25 Metern. Der Hohlraum in diesem Gesteinsformationen wurde über Jahrtausende hinweg von Menschen genutzt, die darin lebten und rituelle Handlungen durchführten.
Die Höhle wurde bereits während der Jungsteinzeit und in der Frühbronzezeit besiedelt, worauf zahlreiche Funde hindeuten. Systematische Grabungen in den 1920er Jahren brachten prähistorische Gegenstände ans Licht, die unser Verständnis dieser frühen Kulturen veränderten.
Die Höhle war ein wichtiger Ort für die Menschen der Badener Kultur, die hier Keramik mit hochgezogenen Henkeln und Ritzmustern herstellten. Der Fundort prägte die Vorstellungen von dieser prähistorischen Lebensweise so stark, dass Archäologen die gesamte Kulturperiode nach diesem Platz benannten.
Der innere Bereich der Höhle ist über einen leicht zugänglichen Eingang begehbar, wobei man festes Schuhwerk wegen des feuchten und unebenen Untergrunds tragen sollte. Besucherinnen und Besucher erfahren mehr über die Ausgrabungen im Rollettmuseum in Baden, das die gefundenen Gegenstände ausstellt.
Ein Kupferring, der bei den Ausgrabungen entdeckt wurde, deutet darauf hin, dass die Höhle möglicherweise ein Ort für Verbrennungszeremonien war. Diese kostbare Beigabe ist ungewöhnlich und wirft Fragen über die Bedeutung dieses Platzes für die frühen Bewohner auf.
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