Kirchenruine Virgilienberg, Gotische Kirchenruine auf Anhöhe in Friesach, Österreich
Die Kirchenruine Virgilienberg ist eine Ruine einer gotischen Kirche auf einem Hügel oberhalb von Friesach. Die verbliebenen Mauern zeigen noch gotische Fensterornamente und Strebepfeiler, die von mittelalterlichen Bauweisen zeugen.
Die Kirche war dem heiligen Virgil geweiht und erlebte mehrere Großbrände, die sie allmählich zum Verfall brachten. Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie nicht wieder aufgebaut und blieb als Ruine bestehen.
Die Pröpste von Virgilienberg hatten in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts das Vizedomamt inne und vereinten damit geistliche und weltliche Macht in Friesach. Die Kirche war dem heiligen Virgil geweiht, der 1233 heiliggesprochen wurde und dem Ort seinen Namen gab. Besucher sehen noch die zwei- und dreiteiligen Maßwerkfenster und die Runddienste auf figürlichen und ornamentalen Konsolen, die einst das Gewölbe stützten.
Der Zugang erfolgt über markierte Wege vom Zentrum Friesachs aus, die Beschilderung weist den Weg hinauf. Es gibt informative Tafeln am Ort, die mehr über die Architektur und Geschichte erzählen.
Die Propstei besaß eine Bibliothek von europäischem Rang, und in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts gelangte das Vizedomamt in die Hände ihrer Pröpste. Als erster Propst ist Hartwig für 1240 belegt. Geweiht worden sein kann die Kirche nicht vor der Heiligsprechung Virgils 1233.
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