Straßenbahn Salzburg, Elektrisches Straßenbahnnetz in Salzburg, Österreich.
Die Straßenbahn Salzburg, volkstümlich Gelbe Elektrische genannt, war eine normalspurige Straßenbahn, die von 1887 bis 1940 verkehrte. Ihre 2,95 Kilometer lange Strecke führte vom Lokalbahnhof über die Staatsbrücke und den Alten Markt in die Riedenburg, mit einer Zweigstrecke zur Festungsbahn. Die gelben Wagen standen im Lokalbahn-Remise in Itzling.
Die Salzburger Straßenbahn begann am 15. Oktober 1887 als Pferdebahn auf 1,5 km zwischen Lokalbahnhof und Bazar. Der elektrische Betrieb startete am 4. Mai 1909, und zwischen 1915 und 1916 wurde das Netz in den Stadtteil Riedenburg erweitert. 1940 wurde die Linie eingestellt und durch den Salzburger Oberleitungsbus ersetzt.
Wegen der gelben Lackierung hieß die Bahn im Volksmund „Gelbe Elektrische“, zur Abgrenzung von der roten Lokalbahn, außerdem „rasende Eierspeis“. Eine Liniennummer besaß sie nie. Die Endstation beim Café Tomaselli am Alten Markt wurde später in eine Ausweiche umgewandelt.
Die Bahn fuhr mit 800 Volt Gleichspannung, derselben Spannung wie die zwei Monate später elektrifizierte Lokalbahn. Im Sommer verkehrten die Wagen zwischen Lokalbahnhof und Sigmundsplatz im 4,5-Minuten-Takt, die Strecke in die Riedenburg wurde alle neun Minuten bedient; außerhalb der Sommersaison galt ein 7,5-Minuten-Takt. Die Gesamtstrecke war 2,95 Kilometer lang, die Reisezeit betrug 15 Minuten, und die Fahrzeuge standen in der Lokalbahn-Remise in Itzling.
Weil die Wagen gelb lackiert waren, nannte man die Straßenbahn die „Gelbe Elektrische“, zur Abgrenzung von den rot lackierten Fahrzeugen der Lokalbahn, der „Roten Elektrischen“. Im Volksmund hieß sie auch „rasende Eierspeis“. Eine Liniennummer besaß sie nie.
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