Pfarrkirche Schöngrabern, Romanische Pfarrkirche in Grabern, Österreich
Die Pfarrkirche Schöngrabern ist eine spätromanische Steinkirche auf einem flachen Hügel im Ort Schöngrabern im nördlichen Niederösterreich. Besonders auffällig ist die reich verzierte Außenapsis mit figürlichen Steinreliefs; im Inneren finden sich gotische Wandmalereien und eine Orgel aus dem frühen 19. Jahrhundert.
Die Kirche wurde wahrscheinlich zwischen 1210 und 1230 errichtet, möglicherweise auf Veranlassung von Hadmar II. von Kuenring als Bußwerk für die Gefangennahme von König Richard Löwenherz. Im Laufe des Mittelalters kamen gotische Elemente hinzu, die das ursprünglich romanische Bauwerk veränderten.
Die Steinreliefs an der Außenwand der Apsis zeigen Figuren aus der christlichen Ikonographie, die auch für Laien gut lesbar sind. Solche Außendekoration war im Mittelalter eine Art offenes Bilderbuch für die Gemeinde.
Die Kirche liegt gut sichtbar auf einem kleinen Hügel am Rand des Dorfes und ist zu Fuß leicht zu erreichen. Wer die Reliefs an der Außenwand und die Malereien im Inneren genau betrachten möchte, sollte sich ausreichend Zeit einplanen.
Bei Ausgrabungen zwischen 1975 und 1978 wurden Priestergräber aus dem 17. und 18. Jahrhundert sowie der ursprüngliche romanische Altartisch freigelegt. Der Altartisch ist einer der wenigen erhaltenen Originaltische aus dieser frühen Bauphase in der Region.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.