Pfarrkirche Baden-St. Stephan, Gotische Pfarrkirche in Baden, Österreich
St. Stephan ist eine katholische Pfarrkirche am östlichen Rand der Badener Altstadt, 55 m lang und 20 m breit. Der 67 m hohe Turm trägt einen 1697 aufgesetzten barocken Zwiebelhelm. Das in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts errichtete Langhaus bezieht romanische Außenmauern ein; ein Westturm über dem Hauptportal erhielt 1827 seine heutige Form.
Der heutige Bau wurde um 1400 begonnen, als über einer romanischen Apsis ein gotischer Chor errichtet wurde; Langhaus und Hauptturm folgten in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. In den Türkenkriegen schwer beschädigt, erhielt die Kirche 1697 ihren Zwiebelhelm und eine barocke Innenausstattung. 1880 wurde das Innere im Sinne der Gotik umgestaltet, 1893 der Hochaltar ersetzt.
Die Pfarre trägt das Patrozinium des heiligen Stephanus, des Patrons von Passau, was an die jahrhundertelange Zugehörigkeit zu dieser Diözese erinnert. Im Turm hängen fünf Glocken, darunter die Große Glocke von 1832 und die Litaneiglocke von 1764, die beide Weltkriege überdauerten. Eine Briefmarke von 2012 erinnerte an das 700-jährige Bestehen der Pfarre.
St. Stephan steht am östlichen Rand der Badener Altstadt am Pfarrplatz; der 67 Meter hohe Turm mit dem barocken Zwiebelhelm ist von weitem zu sehen. Die Pfarre gehört zur Erzdiözese Wien und zählt heute rund 6000 Katholiken. Die Kirche ist ein aktives Gotteshaus, ein Besuch bietet sich daher außerhalb der Gottesdienste an; im Turm liegen die Paramentenkammer und die frühere Türmerwohnung.
Das Motett Ave verum corpus, KV 618, schrieb Mozart im Juni 1791 für seinen Freund Anton Stoll, den Chorleiter von St. Stephan; uraufgeführt wurde es hier vom Kirchenchor, nicht von Mozart selbst. Der Musikwissenschaftler Christoph Wolff datiert die erste Aufführung um das Fronleichnamsfest, den 22. Juni 1791.
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